AUSBILDUNG

 
 

Die aktiven Mitglieder der Ortsgruppe Chieming befinden sich ständig in Fortbildung. Neben den obligatorischen Fortbildungen im Bereich Rettungsschwimmen und Sanitätswesen gibt es eine Vielzahl an zusätzlichen Möglichkeiten sich auf dem neuesten Stand zu halten und neue Kompetenzen zu erwerben.

 


EH copyErste-Hilfe-Kurse
Die Wasserwacht Chieming organisiert bei Bedarf EH-Kurse, bei denen Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt werden.

Die Zielsetzung: Die Teilnehmer können grundsätzliche Maßnahmen bei Notfallsituationen nach anerkannten und geltenden Standards systematisch anwenden. Die Vermittlung erfolgt praxisnah und kompetenzorientiert. Die Maßnahmen sollten im Gesamtablauf unter Einschluss der psychischen Betreuung der vom Notfall betroffenen Personen geübt werden.

 

 

RSWRettungsschwimmen DRSA

Das Rettungsschwimmabzeichen wird in Bronze, Silber und Gold verliehen.
Im Rahmen des jährlichen Schwimmtrainings im Frühjahr bietet die Wasserwacht Chieming die Abnahme des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens an.
Dies kann nicht nur von Mitgliedern und Jugendmitglieder der Ortsgruppe beansprucht werden. Lehrkräfte, Jugendbetreuer und alle anderen Interessierten können sich ebenfalls zu den Schwimmterminen anmelden.

Hierbei werden verschiedenen Rettungsschwimm-Techniken zum Transport und An-Land-Bringen eines Verunglückten sowie Basis-Maßnahmen zur Wiederbelebung gelehrt. Der theoretische Teil enthält außerdem wichtige Hinweise zur korrekten Einschätzung von Risiken und Gefahren und dem Selbstschutz des Retters bei einer Rettung.
Ab dem DRSA Silber ist ein EH-Kurs (nicht älter als 3 Jahre) oder ein EH-Training (nicht älter als 2 Jahre) notwendig, der/das vorab abgelegt sein muss.

 

Detailierte Voraussetzungen und Inhalte

Kontakt

 

 

hlwHerz-Lungen-Wiederbelebung

Pünktlich zum Saisonstart frischen die Chieminger Aktiven jährlich ihre Kenntnisse in der Herz-Lungen-Wiederbelebung auf.

Dies stellt einen essentiellen Teil der in der Wasserrettung relevanten Notfallmedizin dar.
In Kombination hiermit werden ebenfalls wichtige Kenntnisse in der Frühdefibrillation mit dem AED (Automatisierter Externer Defibrillator) wiederholt.

 

 

sanSanitätshelfer (San A/B)

Die Sanitätshelfer-Ausbildung beinhaltet erweiterte Kenntnisse der Ersten Hilfe und Grundlagen des Rettungsdienstes. Er ist Grundlage für die Fahrerausbildung auf einem Krankentransportwagen bzw. Rettungswagen. Voraussetzung ist der Erste Hilfe Kurs, der nicht älter als ein Jahr sein darf.

Lehrinhalte sind unter anderem: Bewußtseinsstörungen, Atmung, Herz-Kreislauf, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Akute Zustände, Wunden, Knochenbrüche und Gelenksverletzungen, Polytrauma, Arzneimittel, Rettung und Transport, Verhalten im Einsatz, Umgang mit Betroffenen, Hygiene

Es findet am Lehrgangsende eine schriftliche und praktische Prüfung statt.

Die Lehrgänge werden im Kreisverband Traunstein durchgeführt und dauern jeweils zwei Wochenenden (14 Doppelstunden oder 28 Unterrichtseinheiten a 45 Minuten).

 

 

wrWasserretter im Wasserrettungsdienst

Bei der Wasserwacht im DRK ist das Rettungsschwimmabzeichen Silber die Mindestqualifikation für aktive Rettungsschwimmer. Mit den Sanitätsausbildungen A und B ist man Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst.
Seit 2001 gibt es die weitergehende Ausbildung zum Wasserretter.

Während der Ausbildung erhalten die angehenden Wasserretter eine speziell an den Wasserrettungsdienst angepasste weiterführende Sanitätsausbildung. Hierbei wird besonders Wert auf die möglichen Einsatzszenarien als Wasserretter gelegt, beispielsweise mit einer Einführung in die Tauchmedizin, Herz-Lungen-Wiederbelebung oder Hypothermie. Zusätzlich wird auch noch eine Einführung in Einsatztaktik vermittelt. Die Kenntnisse über das Einsatzmaterial für den Wasserrettungsdienst werden durch praktische Fallbeispiele am Gewässer vertieft. Der Lehrgang wird mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen.

 

 

bfBootsführer

Ziel der Ausbildung der Motorrettungsbootführer in der BRK-Wasserwacht ist es, die zur Führung eines Motorrettungsbootes gesetzlich vorgeschriebenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben und Motorrettungsboote zur Rettung, Hilfeleistung und Bergung im täglichen Dienst und in Katastrophenfällen optimal einsetzen und führen zu können.
Voraussetzung zum Bootsführer ist unter anderem die Abgeschlossene Ausbildung zum Wasserretter.
Die Bootsführeranwärter werden vor Beginn des Kurses in der Ortsgruppe Chieming mit den Booten vertraut gemacht und üben das Führen der Boote als Rudergänger.

 

 

ELEinsatzleiter Wasserrettungsdienst

Die Chieminger Einsatzleiter Wasserrettungsdienst sind sowohl bei Großeinsätzen am Chiemsee und im Umland als auch bei großen Veranstaltungen wie dem Chiemseetriathlon gefordert.

Die Aufgabe des Einsatzleiter Wasserrettungsdienstes (EL-WRD) ist es alle eingesetzten Kräfte des Wasserrettungsdienstes zu führen. Er soll die Absprache und interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen Rettungsdienst, der Feuerwehr, dem THW oder dem Landratsamt ermöglichen. Die Einsatzleiter brauchen viel Einsatzerfahrung im Rahmen der Tätigkeit in der SEG, um Gefahrensituationen und schnell ändernde Verhältnisse (z.B. Gewitter am Wasser) richtig einschätzen und entsprechend handeln zu können. Sie müssen in recht kurzer Zeit Entscheidungen fällen, die Einsatzkräfte koordinieren und haben dadurch eine hohe Verantwortung.

 

 

TaucherRettungstaucher

Tauchen bei der Wasserwacht ist mit dem normalen Sport-Tauchen wenig vergleichbar.

Bei der Suche nach vermutlich Ertrunkenen nach einen Bade- oder Bootsunfall ist der psychische Stress durch die spontane Anforderung und die Erwartungshaltung enorm. Hinzu kommen oft schlechte Sicht, Kälte und der Umstand dass Rettungstaucher in der Regel alleine ohne „Buddy“ ihr Suchraster abtauchen. Gesichert werden die Rettungstaucher von Land oder vom Boot mittels Sicherungs- und Signalleinen.
Neben diesen, glücklicherweise sehr seltenen Einsätzen, sind die Taucher auch bei der Abwehr von Gefahren im Einsatz und unterstützen beispielsweise bei der Bergung von Unfall-Fahrzeugen, Vermisstensuchen und Leichenbergungen.

Voraussetzung für die Ausbildung zum Rettungstaucher ist die abgeschlossene Ausbildung zum Wasserretter.

 

 

nsgNatur- und Gewässerschutz

Da am Chiemsee eine große Zahl Erholungssuchender auf eine zum Teil extrem schützenswerte Landschaft wie das Achendelta trifft, ist auch der Naturschutz für die Wasserwacht Chieming besonders wichtig.

Im Bereich Natur- und Gewässerschutz gibt es zwei Zielgruppen. Zum einen die in der Wasserrettung Aktiven, die ja für ihre Dienstausübung Gewässer und Ufer „benutzen“ müssen. Die Helfer sollen ihren Dienst mit Rettungsbrett, Motorboot oder Tauchgerät möglichst naturschonend und umweltfreundlich versehen und müssen deshalb entsprechend informiert und aus-gebildet werden. Häufig werden zum Beispiel Übungstauchgänge gleichzeitig für Säuberungsaktionen an Gewässern genutzt.

Auf der anderen Seite gibt es die zahlreichen Erholungssuchenden, die durch ihre ganz unterschiedlichen Aktivitäten die Seen und Flüsse beeinträchtigen. Da Gewässer und Feuchtgebiete oft empfindliche Bereiche darstellen, ist es notwendig, mögliche Verstöße gegen naturschutzrechtliche Festsetzungen zu vermeiden. Es ist die Aufgabe einer Naturschutzstreife, bei Bedarf über Einschränkungen, Verbote und ökologische Zusammenhänge aufzuklären.

Naturschutz am Chiemsee